Bundesweites LEADER-Treffen 2026 in Lüneburg: Neue Impulse für die Mecklenburger Schaalseeregion

Welche Ideen, Projekte und Impulse können wir für die LEADER-Region Mecklenburger Schaalsee mitnehmen? Mit dieser Frage im Gepäck haben wir am Bundesweiten LEADER-Treffen 2026 in Lüneburg teilgenommen. Gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren aus ganz Deutschland konnten wir erleben, wie vielfältig die Entwicklung ländlicher Räume gestaltet werden kann – und wie wertvoll der Austausch über regionale Grenzen hinweg ist.

Ein besonderes Highlight war die Exkursion in die LEADER-Region Elbtalaue. Die besuchten Projekte zeigten eindrucksvoll, wie durch Engagement, Zusammenarbeit und LEADER-Förderung konkrete Mehrwerte für die Menschen vor Ort entstehen.

Vorratskammer Wendisch Evern
Der Dorfladen in Gemeinschaftshand sichert die Nahversorgung im Ort. In dieser Vorratskammer können Mitglieder jederzeit einkaufen, ohne Personal, eigenständig und unkompliziert. Das Projekt zeigt, wie soziale Begegnung und Daseinsvorsorge erfolgreich miteinander verbunden werden können.

Albia Kanu
Das Unternehmen steht beispielhaft für die Verbindung von Naturerlebnis, nachhaltigem Tourismus und regionaler Wertschöpfung. Das Angebot nutzt die Besonderheiten der Region und stärkt gleichzeitig deren touristische Attraktivität.

Drohnenbasierte Unkrautkartierung
Moderne Drohnentechnologie und Künstliche Intelligenz unterstützen eine ressourcenschonende Landwirtschaft. Das Projekt verdeutlicht das Potenzial digitaler Innovationen für die Zukunft ländlicher Räume.

Wie geht es mit LEADER weiter?
Ein weiterer wichtiger Programmpunkt war die Gesprächsrunde „Perspektiven auf LEADER und die ländliche Entwicklung ab 2028“. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Politik, Verwaltung und Regionalentwicklung wurde über die Zukunft der ländlichen Entwicklung in Europa und Deutschland diskutiert.

Deutlich wurde dabei, dass LEADER auch künftig eine zentrale Rolle für die Entwicklung ländlicher Regionen spielen kann und sollte. Gleichzeitig besteht derzeit noch keine endgültige Sicherheit über die Ausgestaltung und Finanzierung des Programms nach 2028. Die Diskussionsrunde machte deutlich, wie wichtig es ist, die Erfolge von LEADER sichtbar zu machen und sich weiterhin für starke Förderinstrumente im ländlichen Raum einzusetzen.

Für die LEADER-Region Schaalsee waren diese Einblicke besonders wertvoll. Viele der vorgestellten Themen beschäftigen auch unsere Region: die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts, die Entwicklung nachhaltiger touristischer Angebote, innovative Ansätze sowie die Frage, wie unsere Region lebendig und zukunftsfähig gestaltet werden können.

Darüber hinaus wurde beim Treffen deutlich, welche Bedeutung LEADER für die Entwicklung ländlicher Räume hat. Zahlreiche Projekte bundesweit – auch in unserer Region – zeigen, dass LEADER Menschen zusammenbringt, Ideen ermöglicht und regionale Entwicklung aktiv voranbringt.

Wir kehren mit vielen neuen Anregungen, wertvollen Kontakten und frischer Motivation zurück. Denn die Herausforderungen im ländlichen Raum lassen sich am besten gemeinsam bewältigen, mit starken Netzwerken, engagierten Menschen und guten Ideen für unsere Region.